Artikel/ Kommentar des JWB
vom 09.09.2017
„Zwiespalt“ in der SWG? Nein!
Inder Ausgabe des WB vom 9.9.17
wurde in reißerischer Aufmachung, nicht besonders sachlich und mit dem
berühmten „erhobenen Zeigefinger“ von der letzten Ratssitzung und von „Zwiespalt“
in der SWG berichtet.
Ich muss hierzu (wieder mal)
einige grundlegende Anmerkungen machen:
Seit über 21 Jahren gibt es die
Soziale Wählergruppe Jever-Fri. Wir sind ausdrücklich keine Partei, mit den
dementsprechenden internen Reglementierungen. Wir sind eine unabhängige
Wählergruppe ausschließlich auf kommunaler Ebene.
Von Anfang an, dies war und ist
auch unserem Ehrenvors. Siebo Harms sehr wichtig, gilt diese Unabhängigkeit
auch für die Rats- und Kreistagsmitglieder, d.h. wir haben keinen Fraktionszwang!
Selbstverständlich werden alle
Themen mit allen uns zur Verfügung stehenden Informationen und Argumenten
vorher sachlich diskutiert und abgewogen. Wenn sich dann anschließend ein
gemeinsames Abstimmungsverhalten ergibt, o.k..
Wenn das nicht möglich
erscheint, muss sich niemand unterordnen, bleibt die Entscheidung bei dem
einzelnen Abgeordneten, der nach seinem Gewissen und Wissen entscheidet, wie es
das Grundgesetz der Bundesrep. seit fast 70 Jahren vorsieht. Gerade auf
kommunaler Ebene, wo es selten um ideologische Grundfragen, sondern um
handfeste, den Bürger betreffende, Dinge geht ist ein solches Vorgehen m.E.
durchaus sinnvoll, demokratisch und bürgerfreundlich. Auch unter den Bürgern,
die wir ja vertreten, gibt es unterschiedliche Ansichten. Darum sind auch alle
unsere Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen immer öffentlich, jeder
kann kommen und seine Meinung äußern (natürlich ohne verfassungsfeindliche
Tendenzen)
Ich frage
mich, was ist daran so moralisch verwerflich, wenn 2 Mitglieder unserer
Fraktion angesichts der prekären Haushaltslage, evtl. anstehender
Steuerhöhungen für Alle, dem Kürzen anderer freiwilliger Leistungen, und den
finanziellen Schwierigkeiten auf die Mitbürger immer wieder hingewiesen werden,
wenn z.B. mal einige Lampen saniert, Papierkörbe ausgetauscht, Wege
ausgebessert werden sollen, die Summe von mind. 14.000€ für ein Fest zum 20.
Jahrestag der Städtepartnerschaft mit Cullera kritisch sehen? Brauchen wir nur
noch einstimmige Ergebnisse in Rat und Ausschüssen?











