P R E S S E M I T T E I L U N G
Auf der letzten
Fraktionssitzung hat sich die SWG ausführlich mit dem Gutachten Marketing und Tourismus auseinander gesetzt.
Letztendlich
sagt das Konzept das aus, was die SWG erwartet hat, in der Quintessenz mehr
Personal, mehr Räumlichkeiten, — also
mehr Geld.
Die SWG
wird das erarbeitete Konzept in dieser
Form nicht mittragen, dafür gibt es wesentliche Gründe.
1.
Das erst vor wenigen Jahren fertiggestellte
Tourismusgebäude (Graftenhaus), welches die Tourismus-Büros vorhält und für
viel Steuergeld (Stadt Jever und Förderung Land Niedersachen) gebaut worden
ist, ist plötzlich zu klein.
Jetzt diese Räumlichkeiten
aufzugeben und somit Fördergelder zu riskieren und neue Mietkosten zu
verursachen, ist eine Geschichte aus dem
Dollhaus.
2.
Mehr Personal und neue Räumlichkeiten generieren
keinen Tourismuszuwachs, was hier zählt, ist Innovation und lukrative,
ganzjährliche Angebote, die Urlauber und Touristen anziehen.
3.
Auch die vorgeschlagenen Neuerungen, wie z.B. ein
neues Logo für die Tourismus Info generiert sicherlich keinen Zuwachs.
4.
Die Kosten die hier verursacht werden, durch
Personal und Anmietung von Räumlichkeiten, garantieren keinen Rückfluss von
zusätzlichen Geldern in die Stadt.
Vielmehr sollte
sich die Stadt auf bereits bestehende Beschlüsse konzentrieren, z.B. das
gemeinsame Buchungssystem mit der Gemeinde Wangerland, bevor neue Fässer
aufgemacht werden.
Alternativ
könnte sich die SWG vorstellen, den Schritt “Back tot he Roots“ zu wagen.
Neugründung eines Verkehrs bzw. Gewerbevereins mit einem Zuschuss der
Stadt in der Höhe der jetzigen Kosten der Marketingabteilung.
Das macht für die SWG Sinn für die Zukunft und hilft
Kosten zu senken bzw. Kosten zu deckeln.
Der Tourismus ist eine freiwillige Leistung der Stadt,
profitieren wird in erster Linie das
Gewerbe. Also ist es auch Sinnvoll, dem Gewerbebetreibenden das Zepter in die
Hand zu geben. Zu damaliger Zeit lief doch auch alles hervorragend, ob Kiwittmarkt,
Altstadtfest, Brüllmarkt, Weihnachtsmarkt, Autotag etc. etc.
Das Rad muss nicht neu erfunden werden.
Herbert Schüdzig
Ratsherr der SWG