SWG und FDP Fraktionen im Rat der Stadt Jever stellen Antrag
Jever. Das kürzlich von der Leeraner Unternehmensgruppe Bünting
vorgestellte Sanierungskonzept stößt bei den jeverschen Ratsfraktionen der
Sozialen Wählergruppe wie auch der FDP auf Kritik. Wie berichtet, plant die
Bünting Gruppe aufgrund roter Zahlen in 2015 und 2016 eine Umfassende
Umstrukturierung. Hier sieht Bünting unter anderem auch einschneidende
Maßnahmen auf die Personalkosten vor. So sollen die sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer
eine Stunde unentgeltlich mehr pro Woche arbeiten. Weiter sollen die
Bruttogehälter um fünf Prozent gesenkt werden. Zudem will man sich nicht mehr
an tarifvertragliche Lohn- und Gehaltssteigerungen halten. Die FDP und SWG
Jever sehen ein solches Vorgehen sehr kritisch, gerade im
Lebensmitteleinzelhandel haben wir es nicht mit den einkommensstärksten Gruppen
zu tun, auf deren Rücken die finanzielle Last einer Unternehmenssanierung
basieren zu lassen, halten wir für schlichtweg unerträglich. Gerhard Werber
(FDP) meint, wer gute Arbeit verlangt und erwarte, muss auch fair entlohnen.
Udo Albers (SWG) sieht die Gefahr, dass ein solcher Umgang mit Arbeitnehmern
„Schule“ machen könnte. Im Zuge der Gerechtigkeitsdebatte in der BRD, in der
von den Bürgern ein berechtigter Gerechtigkeitsverlust festgestellt wird, darf so
ein Vorgang von der Politik nicht unbeachtet bleiben, so die beiden Fraktionen.
Daher hat man jetzt einen Antrag gestellt, wo der Rat der Stadt Jever in einer
Resolution einen entsprechenden Protest gegenüber der Bünting Gruppe deutlich
machen soll. Gleichwohl sollen die Nachbarkommunen dann von der Stadt Jever
aufgefordert werden, sich dieser Resolution anzuschließen.
i. A.
der SWG und FDP Fraktionen im Rat
der Stadt Jever
Udo Albers











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